Haushaltshilfe - Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

Seit 2003 können Bürgerinnen und Bürger im Bereich der haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen von einer Steuerermäßigung profitieren.

Wie profitieren Familien?

Folgende Steuerermäßigungen können sich insbesondere für Familien auswirken:

  • Für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, bei denen es sich um geringfügige Beschäftigungen handelt (sogenannte Minijobs), können 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 510 Euro, von der Steuerschuld abgezogen werden.

  • Aufwendungen für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, zu denen auch Pflege- und Betreuungsleistungen zählen, können bis 20 Prozent, höchstens insgesamt 4.000 Euro, von der Steuerschuld abgezogen werden.

Begünstigt sind Tätigkeiten, die einen engen Bezug zum Haushalt der Bürgerinnen und Bürger haben. Dazu gehören z.B. die Zubereitung von Mahlzeiten im Haushalt, die Reinigung der Wohnung, die Gartenpflege, die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern sowie von kranken, alten oder pflegebedürftigen Personen.

Nähere Informationen zur geringfügen Beschäftigung im Haushalt, de, sogenannten Haushaltsscheckverfahren und über die Abrechnungsmodalitäten erhalten Sie auch hier.

Auszug aus dem Anwendungsschreiben des BMF vom 10.01.14:

Aufwendungen für Dienstleistungen, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind, ohne eigenen Haushalt

  • Begünstigt sind Aufwendungen, die Bürgerinnen oder Bürgern wegen der Unterbringung in einem Heim oder zur dauernden Pflege erwachsen, soweit sie auf Dienstleistungen entfallen, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind. Das können z. B. Aufwendungen sein für die Raumreinigung oder den Wäscheservice am Unterbringungsort. Das Vorhandensein eines eigenen Haushalts im Heim oder am Ort der dauernden Pflege ist in diesen Fällen nicht erforderlich

  • Nicht begünstigt sind die Mietzahlungen, wie z. B. die allgemeinen Aufwendungen für die Unterbringung in einem Alten(wohn)heim, einem Pflegeheim oder einem Wohnstift, die Aufwendungen für den Hausmeister, den Gärtner sowie sämtliche Handwerkerleistungen.

  • Nicht mit einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind Pflege- und Betreuungsleistungen.

Wohnen in einem Alten(wohn)heim, einem Pflegeheim oder einem Wohnstift mit eigenem Haushalt

  • Das neue Anwendungsschreiben stellt klar, dass Aufwendungen für die Zubereitung von Mahlzeiten in der hauseigenen Küche einer solchen Einrichtung und das Servieren der Speisen in dem zur Gemeinschaftsfläche rechnenden Speisesaal ebenfalls als haushaltsnahe Dienstleistungen begünstigt sind.

  • Nicht begünstigt ist die Zubereitung von Mahlzeiten außer Haus einschließlich der Anlieferung, wie z. B. bei „Essen auf Rädern“.

Abgrenzung zwischen nicht begünstigten Neubaumaßnahmen und begünstigten Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen

  • Wesentliches Merkmal ist, ob die jeweilige Maßnahme in einem vorhandenen Haushalt der Bürgerin oder des Bürgern durchgeführt wird.

  • Auf die ertragsteuerliche Einordnung als Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand kommt es nicht an.

  • Maßnahmen im Zusammenhang mit neuer Wohn- bzw. Nutzflächenschaffung in einem vorhandenen Haushalt sind daher begünstigt. Das gilt auch dann, wenn der Gebrauchswert der Immobilie dadurch erhöht wird

  • Nicht begünstigt sind alle Neubaumaßnahmen, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines Haushalts bis zu dessen Fertigstellung anfallen.

  • Eine beispielhafte Aufzählung enthält Anlage 1 zu dem neuen Anwendungsschreiben.

Gutachtertätigkeit

  • Die Tätigkeit eines Gutachters gehört weder zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, noch handelt es sich um eine Handwerkerleistung. Das gilt für alle gutachterlichen Tätigkeiten. Grundsätzlich nicht nach § 35a EStG begünstigt sind daher z. B.

    - Mess- oder Überprüfungsarbeiten,
    - eine Legionellenprüfung,
    - Kontrolle von Aufzügen oder von Blitzschutzanlagen,
    - die Feuerstättenschau des Kaminkehrers/Schornsteinfegers
    - andere technische Prüfdienste.

  • Für die künftig ab Veranlagungszeitraum 2014 nicht mehr berücksichtigungsfähige Gutachtertätigkeit von Schornsteinfegern und Kaminkehrern (Feuerstättenschau) ist eine Nichtbeanstandungsregelung enthalten. Bis einschließlich Veranlagungszeitraum 2013 können die Leistungen von Kaminkehrern/Schornsteinfegern insgesamt in einer Summe geltend gemacht werden. Ab Veranlagungszeitraum 2014 ist aufzuteilen in Kehr- und Prüfungsarbeiten.

Öffentlich geförderte Maßnahmen

  • Es wird klargestellt, dass jede handwerkliche Maßnahme einzeln zu betrachten ist. Wird für eine (Einzel )Maßnahme eine öffentliche Förderung z. B. in der Form eines Zuschusses in Anspruch genommen, kann für dieselbe Maßnahme keine Steuervergünstigung nach § 35a Absatz 3 EStG in Anspruch genommen werden. Eine Aufteilung der Aufwendungen für diese Einzelmaßnahme in einen geförderten und einen nicht geförderten Teil ist nicht zulässig.

  • Wird daneben für eine andere (Einzel )Maßnahme keine öffentliche Förderung in Anspruch genommen, ist eine Steuerermäßigung für die darauf entfallenden Arbeitskosten möglich.

  • Das neue Anwendungsschreiben enthält hierzu in Randnummer 25 ein Praxisbeispiel.

Haushaltsbezogene Inanspruchnahme der Höchstbeträge

  • Hiervon betroffen sind vor allem Bürgerinnen und Bürger, die im Laufe eines Veranlagungsjahres mit einer anderen volljährigen Person einen gemeinsamen Haushalt gründen, sowie Bürgerinnen und Bürger, die einen bisher gemeinsamen Haushalt auflösen und fortan in getrennten Haushalten leben.

  • Darüber hinaus werden Fälle geregelt, in denen zusammen lebende volljährige Personen die von ihnen jeweils getragenen Aufwendungen anders als nach den Grundsätzen des hälftigen Höchstbetrages untereinander steuerlich aufteilen möchten

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